Wie funktioniert es?
Auch wenn die Zusammenhänge bis heute nicht vollständig verstanden werden, so wissen wir, dass "Leben" mehr ist als die Summe von biochemischen Vorgängen. Erst durch die Einbindung in den Stoffwechsel, das Energie- und das Informationssystem des ganzen Menschen (und möglicherweise darüber hinaus), erhält die Zelle Leben und Sinn. Eine entscheidende Rolle bekommt dabei das Grundgewebe (=Bindegewebe), da es die Vernetzung aller Einzelbausteine zu einem funktionsfähigem Ganzen sicherstellt. Den größten Teil unserer freien Körperflüssigkeit haben wir nicht im Blutgefäßsystem, sondern in der Lymphe/Interstitium (Bereich zwischen den Zellen). Dieses Milieu beeinflusst unsere Gesundheit in Körper, Geist und Psyche wesentlich. Die Ausleitungsverfahren basieren überwiegend auf einer Wirkung über das Medium Lymphflüssigkeit.
Dazu kommt die Vernetzung innerhalb des gesamten Lebewesens: jede Zelle kommuniziert in irgendeiner Art und Weise mit jeder anderen Zelle. Es gibt nachgewiesene (auch schulmedizinisch anerkannte) Reflexzonen auf der Haut und dem darunterliegenden Muskelgewebe, die mit inneren Organen in direktem nervalen Zusammenhang stehen, die sogn. "Head`schen Zonen". Stimmt beispielsweise die Säftemischung im Magen nicht, so kann man durch Reize auf dem entsprechenden Hautareal am Rücken darauf Einfluß nehmen. Diese Reize können in den klassischen Ausleitungsverfahren u.a. sein: Schröpfen, Baunscheidtieren, Cantharidenpflaster. Alle drei Verfahren wirken auf die örtliche Durchblutungsregulation, den Lymphfluss und den Säure-/Mineralhaushalt, bei deren Störung es zu Problemen kommt.