Historisches
Aus rechtlichen Gründen möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, daß im Folgenden historische Fakten aufgeführt sind, die nicht suggerieren sollen, dass eine besonders alte Heilkunst auch besonders heilsam sein muß! Es soll lediglich ein kurzer Auszug aus der Medizin-Geschichte gegeben werden - rein informativ, nicht beeinflussend:
Ausleitungeverfahren sind bereits über 5000 Jahre alt. Schon die alten Ägypter nutzten die verschiedenen Techniken der Ausleitung über Blut, Haut, Darm und Magen. Der als Gründervater der westlichen Medizin benannte Hippokrates (460 bis 377 v.Chr.) benutzte die Ausleitungsverfahren als Möglichkeit, die seiner Ansicht nach fehlerhafte Säftemischung im Körper wieder in Ordnung zu bringen. Es handelt sich um ein uraltes Wissen, in dem die Ursache von Krankheit im gesamten Organismus zu suchen ist, nicht in einem einzelnen Organ. Erst die Störung in der Verteilung und Zusammensetzung der Säfte (damals: Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, heute: Blut, Lymphe, Verdauuungssäfte, Inter- und Intrazellularflüssigkeit) bilden den Nährboden für Krankheiten.
Mit Hilfe dieser Säftelehre wurde bis ins 19. Jahrhundert therapiert. Durch die Entdeckung der Zelle durch Virchow (1821-1902) und der damit einsetzenden "modernen Medizin" geriet dieses Wissen in verstaubte Schulbladen, geöffnet von belächelten Naturärzten und Heilpraktikern, die bis heute mit dieser schonenden Art der Medizin behandeln. Durch die Entdeckung von Zellen und Bakterien kam eine Denkweise in Mode, die jedes Organ und jede Zelle isoliert vom ganzen Organismus betrachten (eine Farce, wenn man bedenkt, dass die Zelle isoliert vom Ganzen nicht lange lebensfähig ist). So wichtig diese Entdeckungen auch waren, so verhängnisvoll war die danach einsetzende Einseitigkeit, mit der Leben und Gesundheit definiert wurden! Es wird seither immer ein biochemischer Krankheits-Auslöser gesucht und einzelne Organe behandelt, anstatt den großen Zusammenhang eines lebendigen Systems zu beachten. Ist einmal kein Bakterium, Virus oder Schadstoff zu finden, so bleibt der Schulmedizin nur der Begriff "Psychosomatik", da biochemisch keine Erklärung zu finden ist.